Impulse to go

Byebye Busilein – mit Liebe abstillen.

-wie Hans und Franz nach 28 Monaten wieder mir gehörten

28 Monate Stillbeziehung

Es gab in dieser Zeit immer mal wieder Abstillversuche meinerseits, aber nie hat es sich richtig angefühlt. Oft war es der kurzzeitige Wunsch meinen Körper wieder für mich zu haben oder einfach mal wieder in Ruhe zu schlafen… Meist aber war es der Druck von Außen, die Frage „was du stillst immer noch?“ „Das willst du doch mehr als er!“ „Du bekommst ihn doch nie wieder los“ „dann muss er halt mal paar Nächte schreien“ Ja, diese Fragen und „Tipps“ prallten nicht einfach an mir ab! Aber tief in mir wusste ich, dass es für uns genau so richtig ist, wie es eben gerade ist.


Und somit hatte es in der Vergangenheit (zum Glück) auch nicht geklappt. Meine innere Überzeugung war einfach eine Andere! 3 Monaten hatte ich aber dann den beständigen Wunsch unsere Stillbeziehung langsam zu beenden. Ich hab mir kein Limit gesetzt mein einziger Wunsch war es unsere Stillzeit sanft zu beenden. Es war mein Bedürfnis, trotzdem sollte es letztendlich für uns beide okay sein.
Ich kontaktierte eine Stillberaterin von La Leche Liga Österreich La Leche Liga Deutschland e.V. Diese Frauen sind ehrenamtlich tätig und machen wirklich wundervolle und wichtige Arbeit. Ganz unkompliziert schilderte ich per E-Mail mein Anliegen und bekam in Kürze eine liebevolle, ausführliche und äußerst hilfreiche Email zurück.
Die Anregungen die ich dort bekommen habe waren so einleuchtend, individuell und einfach, dass ich sie sofort umsetzen konnte ❤

Die hilfreichsten Tipps im Überblick:

  1. Erste und wichtigste Frage… Ist es wirklich DEIN persönliches Bedürfnis abzustillen? Nur dann hast du auch wirklich die innere Überzeugung und kannst diese ehrlich und ohne Druck deinem Kind ausstrahlen.
  2. Schränke die Stillmahlzeit ein, die am wenigsten wichtig für dein Kind ist. Höre dabei auf dein Herz und bleib nicht blind konsequent.
  3. Sei ehrlich! Erzähl nicht, dass die Brust weh tut oder du keine Milch mehr hast. Steh zu deinem Gefühl und sage dass du es nicht mehr möchtest.
  4. Nimm die Trauer deines Kindes ernst. Wir nehmen unseren Kindern eine geliebte Gewohnheiten\ Bedürfnis das darf betrauert werden und ist absolut okay.
  5. Gebt euch beiden Zeit. Setz dir kein Limit, das setzt euch nur unnötig unter Druck und erzeugt Stress.
  6. Ändere eure Gewohnheiten. Wann wird am häufigsten gestillt? Welche Alternative klappt am Besten? Hier ein paar Beispiele von uns: Bei uns war das zum Mittagsschlaf stillen unumgänglich- aber er ist auch sehr gut im Kinderwagen eingeschlafen. Also gab es täglich zur Schlafenszeit einen ausgiebigen Spaziergang.
    Es wird häufiger gestillt wenn ihr Zuhause seid? Unternehmt mehr in dieser Zei… Ablenkung hilft ungemein.
    Bei euch wird Morgens am liebsten gestillt? Vielleicht ist es besser, wenn du in dieser Zeit vor deinem Kind aufstehst und schon mal ein leckeres Frühstück zubereitest?
  7. Bleib bei deinem Wunsch, aber nicht blind! Wenn du merkst dass das Bedürfnis deines Kindes gerade so groß ist, dass es einfach nicht verzichten kann und wenn es auch für dich okay ist dann kannst du auch beruhigt stillen. Kommuniziere einfach: „ich merke es ist dir jetzt unheimlich wichtig, ich lass dich gerne kurz stillen, okay?“ Zähle leise für dich mit und verkürze die Abstände.
  8. Ja und dann kommt die Nacht, das ist meist der härteste Abstillprozess! In den Nächten wurden tatsächlich auch bei uns ein paar Tränen vergossen aber es war kein verzweifelter Schrei nach einem Bedürfnis… Es war Trauer – und die darf sein, sowohl bei dir als auch bei deinem Kind. Begleite es dabei. Bitte, trau dich diesen Weg mit deinem Kind zu gehen. Lass dein Kind nicht bei deinem Mann oder alleine, es ist so wichtig für euch beide dieses wunderschöne Kapitel gemeinsam zu beenden, weil es eben eures ist!

    Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner persönlichen #abstillgeschichte helfen eure persönliche zu finden oder diese eben noch zu verschieben. Ansonsten kann ich euch nur ehrlich ans Herz legen euch an eine Stillberaterin zu wenden. Sie sind goldwert und sollten geschätzt werden!